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Kiew Überschrift

Die Ukraine hat in den vergangenen Jahren mit vielen Schlagzeilen über politische Spannungen im Land für Verunsicherung bei der westlichen Welt gesorgt.

Spätestens nach der Sky-Miniserie "Chernobyl" hat sich dies geändert und der Tourismus in Kiew boomt wieder.

Eine Reise nach Kiew ist wirklich nicht gefährlicher als in jede andere Hauptstadt der Welt, die Unruhen fanden weit abseits der Stadt statt und das tägliche Bild wird ausschließlich von Normalität geprägt.

Kiew, die Stadt am Fluss Dnjepr hat ein linkes und rechtes Ufer, wobei die meisten Sehenswürdigkeiten und Hotels an der rechten Seite des Flusses liegen.

Bei vielen wird die Hauptstadt der Ukraine unterschätzt, sie bietet jedoch eine Vielzahl an interessanten Bauwerken, Museen, Kunstvierteln und überall sind die goldenen Kuppeln der Kathedralen zu sehen.

In der ganzen Stadt finden sich gigantische Denkmäler aus sowjetischer Zeit, wie etwa die Mutter-Heimat-Statue mit einer Höhe von 102 Meter, errichtet auf einem Berg.

Gegründet wurde die Stadt bereits im 6. Jahrhundert und zählt mittlerweile rund 3 Millionen Einwohner.

Die Ukrainer blicken mit Stolz auf ihre Nation und Geschichte. So wird der Zweite Weltkrieg, der sich zu einem großen Teil auf dem Boden der heutigen Ukraine abspielte, als "Great War of Motherland" gesehen.

Gesprochen wird übrigens fast ausschließlich ukrainisch und russisch. Englisch ist noch nicht sehr verbreitet und dies kann die Kommunikation manchmal sehr erschweren.

Viele verbinden einen Besuch von Kiew mit einer Tour ins Sperrgebiet von Tschernobyl. 

Mittlerweile werden tägliche Touren von einem bis mehreren Tagen in die Region um das Kraftwerk und Prypjat angeboten.

Alle diese Touren starten ab der Hauptstadt Kiew und schließen eine ca. 2-stündige Busfahrt ein.

Alles über die Sehenswürdigkeiten und die erhaltenen Gebäude im Sperrgebiet von Tschernobyl findet ihr auf der Seite Ukraine-Chernobyl.

Kiew lässt sich am besten per Flugzeug erreichen, es gibt zwei internationale Flughäfen in der Stadt. Der Flughafen Zhuliany liegt zentral in der Stadt, wird jedoch nur von Low Cost Airlines wie Wizz Air angesteuert.

Am größeren Flughafen Boryspil landen Flugzeuge der Lufthansa Group und außerdem ist er Drehkreuz der nationalen Fluglinie Ukraine International Airlines.

In der Ukraine wird kein Stromadapter benötigt, die Steckdosen sind identisch zu denen in Deutschland.

Strom Europa
Inhaltsverzeichnis
Einreise
Einreise & Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise in die Ukraine lediglich einen Reisepass, welcher die gesamte Dauer des Aufenthalts gültig sein muss.

Ein Visum ist für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen pro Halbjahr (180 Tage) nicht erforderlich.

Die Anzahl der Einreisen per Flugzeug innerhalb dieses Halbjahres ist unbeschränkt.

Am Flughafen werden sowohl Einreise, als auch Ausreise durch einen Stempel im Reisepass vermerkt.

Ist dies nicht gewünscht, kann am Flughafen ein Formular ausgefüllt werden, welches dann abgestempelt wird. So tauchen keine Stempel der Ukraine im Reisepass auf.

Das Formular muss bis zur Ausreise die gesamte Reisedauer im Pass verbleiben. Wie ein solches Formular aussieht und Hinweise zum Ausfüllen findet ihr bei den Reisedokumenten - Ukraine Stempelkarte.

Stempel Ukraine im Reisepass
Währung
Währung

Seit der Währungsreform im Jahr 1996 ist die Währung im Land die Hrywnja (ausgesprochen Griwna).

Ihre offizielle Abkürzung ist UAH, unterteilt wird die Währung außerdem noch in Kopijka (1UAH = 100 Kopijka).

Währung Ukraine

In der Hauptstadt ist es problemlos möglich mit europäischen Kreditkarten wie MasterCard oder Visa Geld abzuheben.

Sollte ein Ausflug in das Sperrgebiet von Tschernobyl geplant sein, sollte besser etwas Bargeld mitgeführt werden.

Es gibt einige sehr kleine Läden mit Lebensmitteln, sowie Bars in den Hotels die ausschließlich Bargeld akzeptieren. Automaten zum abheben von Bargeld gibt es dort jedoch nicht.

Aktuell sind Scheine im Wert von 1,2,5,10,20,50,100,200 und 500 Hrywen im Umlauf. 

Münzen werden zu 1 Hrywnia, sowie 5,10,25 und 50 Kopijka geprägt. Die Umrechnung zum Euro beträgt (Stand Januar 2020) 1UAH = 0,038€

Auftakt
Auftakt - Vom Flughafen in die Stadt

Von beiden Flughäfen ist die beste Möglichkeit, in die Stadt zu gelangen mit dem Taxi oder Uber.

Eine Anbindung an das große Metro-Netz der Stadt besteht leider nicht. 

Für die Fahrt mit dem Taxi vom Flughafen Boryspil ins Stadtzentrum werden etwa 30 Minuten benötigt und es sollte nicht mehr als 20€ kosten.

Vom etwas besser gelegenem Flughafen Zhuliany benötigt man ca. 15 Minuten ins Zentrum, hier befindet sich übrigens auch das Oleg Antonov Aviation Museum, mehr dazu findet ihr bei den Museen in Kiew.

Für kürzere Distanzen innerhalb der Stadt, wo es keine Anbindung zur Metro gibt, empfiehlt sich ebenfalls Uber.

Aufgrund der Verständigungsprobleme, da nur wenige Fahrer englisch sprechen, ist dies der weitaus bequemere Weg.

Maidan- Platz der Unabhängigkeit
Majdan

Der Maidan Nezaleznosti ist der wohl größte und imposanteste Platz in Kiew, der während der großen Revolutionen von 2004 und 2013 mit Hunderten Opfern weltweit Aufsehen erregte.

Durchzogen wird der Platz von der Prachtstraße "Chreschtschatyk", auf der sich unzählige Geschäfte befinden.

Besonders an Sonntagen lädt dieser Boulevard zum Bummeln ein, dann wird die Straße für Autos gesperrt und es entsteht eine riesige Fußgängerzone.

Den heutigen Namen (übersetzt "Platz der Unabhängigkeit") erhielt der Maidan im Jahr 2001 zum 10. Jahrestag der Unabhängigkeit.

Zu diesem Jahrestag wurde er außerdem komplett neu gestaltet und das 63 Meter hohe Unabhängigkeitsdenkmal entstand.

Die Spitze der Marmorsäule ziert eine goldene Frau, auf einer Weltkugel stehend und mit einem Zweig in der Hand.

Schlagzeilen machte der Platz vor allem ab November 2013. Friedliche Proteste gegen die ukrainische Regierung, da diese das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union nicht unterschreiben wollte, endeten in einer gewaltsamen Revolution.

Der "Euromaidan" wurde erst im Februar 2014 mit einer neuen Übergangsregierung beendet.

Zu diesem Zeitpunkt war der Platz stark verwüstet und musste wieder aufgebaut werden.

Heute ist von diesen Kämpfen nichts mehr zu sehen, den Maidan zieren mehrere Springbrunnen, ein großes Einkaufszentrum "Globus" und überall stehen wieder Besucher, um ein Selfie zu machen.

Metro M1, M2 - Maidan Nezalezhnosti

Galerie Maidan
Höhlenkloster- Petscherska Lawra
Höhlenkloster

Das Höhlenkloster von Kiew ist ein gigantischer religiöser Komplex, welcher vom 11. bis 19. Jahrhundert auf einem Berg nahe des Flusses Dnjepr entstand.

Lawra ist ein bedeutender Titel in der orthodoxen Religion, der nur besonderen Klöstern verliehen wird und außerdem zählt das Höhlenkloster seit 1990 zum Unesco-Weltkulturerbe.

Aufgeteilt ist das Kloster in eine Obere und eine Untere Lawra, welche eine Vielzahl an Kirchen, Klöstern und Museen beheimatet.

Eines der beeindruckendsten Museen ist das Mikrominiaturmuseum, mehr dazu unter dem Punkt Museen in Kiew.

Um das gesamte Areal des Höhlenklosters zu besichtigen, sollte der Besuch am besten bereits morgens starten, hier kann gut und gerne ein ganzer Tag verbracht werden.

Die bedeutendste Kirche des Klosters ist die Mariä-Entschlafens-Kathedrale, deren Grundstein bereits im Jahr 1073 gelegt wurde.

Nach mehreren Erweiterungen und Zerstörungen, besonders während des Zweiten Weltkriegs, stammt der heutige Aufbau aus den Jahren von 1998 bis 2000.

Besonders imposant sind die goldenen, zwiebelförmigen Turmspitzen der Kathedrale.

Vom gegenüberliegenden Glockenturm gibt es einen schönen Ausblick über die Lawra und die Skyline von Kiew bis hin zur Mutter-Heimat-Statue.

Das Bauwerk stammt bereits aus dem Jahr 1745 und besitzt eine Höhe von fast 100 Metern. 

Über rund 245 Stufen kann die Aussichtsplattform erreicht werden, welche den grandiosen Blick bietet (einen Aufzug gibt es nicht).

Eine Besonderheit dieses Komplexes ist, dass zunächst nur für den generellen Eintritt bezahlt wird. Für jede weitere Attraktion (z.B. Glockenturm, Mikrominiaturmuseum), muss vor Ort erneut bezahlt werden.

Öffnungszeiten und Preise:

Täglich:

06:00Uhr-22:00Uhr

Eintritt:

Lawra Generell:

50UAH (ca.1,90 €)

Glockenturm:

20UAH (ca.0,75 €)

Lavrska St.15

0105 Kiew

Metro M3 - Pecherska

www.lavra.ua

Galerie Höhlenkloster
Mutter-Heimat-Statue
Mutter-Heimat-Statue

Mit Schild und Schwert ausgestattet steht dieses Monument von 1981 auf einer Anhöhe am Fluss Dnjepr.

Die Gesamthöhe beträgt samt Sockel 102 Meter, das Gewicht dieser riesigen Skulptur beträgt über 500 Tonnen. Damit ist die Mutter-Heimat-Statue das größte Denkmal in der Ukraine.

Als Bestandteil des "Nationalen Museums der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg", erinnert die Statue an die Opfer der Ukraine, sowie an den Sieg der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg.

Neben dem Denkmal befindet sich eine große Ausstellung im Sockel, sowie ein gigantischer Fuhrpark aus Panzern, Hubschraubern und Kanonen auf dem gesamten Gelände.

Mehr über das Museum und eine Galerie zu den ausgestellten Fahrzeugen findet ihr unter Museen in Kiew.

Öffnungszeiten und Preise:

Täglich:

10:00Uhr-18:00Uhr

Eintritt:

Observationdeck "Outlook":

100 UAH (ca. 3,80€)

Observationdeck "Extreme":

300 UAH (ca. 11,30€)

Zeperchna St.

02000 Kiew

Metro M3 - Pecherska

www.warmuseum.kiev.ua

Mutter Heimat Statue Kiew
Sophienkathedrale
Sophienkathedrale

Die Sophienkathedrale in Kiew ist ein Meisterwerk der Baukunst und war lange Zeit kultureller Mittelpunkt der Stadt.

Bereits im Jahr 1011 soll der Grundstein der Kirche gelegt worden sein, somit ist sie seit 2011 stolze 1000 Jahre alt.

Ihren Namen bekam die Sophienkathedrale von der Hagia Sophia aus Konstantinopel, der sie nach ihrer Vollendung im Jahr 1037 zum verwechseln ähnlich sah.

Nach mehreren Zerstörungen und anschließendem Wiederaufbau ist von der ursprünglichen Form heute nicht mehr viel übrig geblieben.

Nachdem die Kirche im 18. Jahrhundert durch einen großen Brand stark beschädigt wurde, beschloss der Zar Peter I. einen Neubau.

Die zwiebelförmigen Kuppeln auf dem Dach wurden von 7 auf 13 (stehen für Jesus und die 12 Aposteln) erhöht.

Im Zuge dieses Neubaus entstand auch der 76 Meter hohe Glockenturm, welcher heute den Eingang zum Komplex bildet.

Bemerkenswert sind vor allem die Mosaike im Inneren der Kirche, die alle Zerstörungen überlebt haben und von den Besuchern bewundert werden können.

Auch der Glockenturm kann gegen einen kleinen Aufpreis bestiegen werden, dies ist jedoch nur für schwindelfreie Menschen geeignet.

In der Galerie findet ihr Bilder vom Treppenhaus des Turms.

Wer den Aufstieg gemeistert hat, wird mit einem schönen Ausblick auf die Altstadt von Kiew belohnt, ebenfalls genießen Besucher einen guten Blick auf das St. Michaelskloster.

Im Jahr 1934 wurde der Komplex zum Museum umfunktioniert und es fanden keine kirchlichen Veranstaltungen mehr statt.

Dies hat sich bis heute nicht mehr geändert und alles im Inneren hat den Charme vergangener Zeiten.

Genau wie das Höhlenkloster wurde die Sophienkathedrale 1990 zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt.

Öffnungszeiten und Preise:

Mittwoch:

10:00Uhr-18:00Uhr

Donnerstag-Dienstag:

10:00Uhr-17:30Uhr

Eintritt:

Nur Gelände:

20 UAH (ca. 0,75€)

General Ticket (Kathedrale):

180 UAH (ca. 6,90€)

Glockenturm:

60 UAH (ca. 2,30€)

Museum Card (Alles Inklusive):

200 UAH (ca.7,60€)

Volodymyrska St.24

01001 Kiew

Metro M1,M3 - Zoloti Vorota

www.st-sophia.org.ua

Galerie Sophienkathedrale
Goldenes Tor
Goldenes Tor

Vorlage für den Bau des Tors war wieder ein Bauwerk aus dem entfernten Konstantinopel. Im 11. Jahrhundert wurde das Goldene Tor in Kiew von 1017 bis 1024 errichtet und war eines von vier Stadttoren.

Über die Jahre erlitt es schwere Beschädigungen, diente jedoch noch bis ins 18. Jahrhundert als Zugang zur Stadt.

Zum 1500-Jährigen bestehen der Stadt Kiew wurde das Tor 1982 nach dem Original wieder aufgebaut.

Heute beinhaltet das Gebäude ein Museum und die Überreste des Goldenen Tors aus dem 11. Jahrhundert.

Auf dem Dach befindet sich heute, wie auch damals eine kleine Kapelle.

Öffnungszeiten und Preise:

Dienstag:

10:00Uhr-17:00Uhr

Mittwoch-Sonntag:

10:00Uhr-18:00Uhr

Eintritt:

50 UAH (ca. 1,90€)

Volodymyrska St.40A

01034 Kiew

Metro M1,M3 - Zoloti Vorota

www.st-sophia.org.ua

Goldenes Tor Kiew
St. Andreas-Kirche
St.Andreas

Sowohl der Andreassteig, auf dem sich die Kirche befindet, sowie die Kirche selbst sind nach dem Apostel Andreas benannt.

Von 1747 bis 1767 wurde zu seinen Ehren diese Kirche auf dem Hügel errichtet. 

Der Andreassteig ist für seine Kunstszene bekannt. Rund um die Kirche bieten täglich zahlreiche Künstler ihre Werke an.

Er wird deshalb auch als Montmartre von Kiew bezeichnet.

Außerdem gibt es täglich eine Art kleinen Flohmarkt den Hang hinunter. Hier lässt sich bei einem der Händler auch das ein oder andere Schnäppchen vergangener Tage machen.

Auf den Hügel des Andreassteigs gelangt man auch bequem und günstig mit der Standseilbahn (Funicular). Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Andriivs'kyi descent 23

04070 Kiew

M2 - Poshtova Ploscha

St. Andreas Kirche in Kiew
Funicular
Funicular

Die wohl bequemste Verbindung zum Michaelsplatz (St. Michaelskloster) und dem Andreassteig in der Oberstadt bietet die Standseilbahn (Funicular).

In kurzen 3 Minuten werden die 100 Höhenmeter gemeistert, die zu Fuß eine ziemliche Hürde darstellen würde.

Bereits seit dem Jahr 1905 steht die Bahn Einwohnern und Touristen für einen kleinen Betrag zur Verfügung.

Dabei kostet die Fahrt nicht mehr wie eine Fahrt mit der Metro (8UAH, ca. 30Cent).

An der Talstation am Postplatz (Poshtova Ploscha) besteht übrigens eine direkte Anbindung ans Netz der Metro.

Die schienengebundenen Bahnen fahren wechselweise die eingleisige Strecke, in der Mitte befindet sich eine Stelle, an der sich die Bahnen kreuzen.

Im Jahr 1984 wurde die Standseilbahn modernisiert und verfügt seitdem über Wagen, die noch immer komplett manuell gesteuert werden.

Jedem, der zur Oberstadt möchte, empfehle ich eine Fahrt mit dem Funicular.

M2 - Poshtova Ploscha

Funicular Kiew
St.Michaelskloster
Michaelskloster

Direkt am Michaelsplatz steht in blauer Fassade das St. Michaelskloster. Den Ursprung fand dieses Mönchskloster bereits im Mittelalter, wurde jedoch zu den Zeiten der Sowjetunion komplett zerstört.

Unter der Regierung wurde in den 30er-Jahren der historische Wert des Klosters als gering eingestuft und so wurde es schließlich 1936 gesprengt.

Viele Kunstwerke des alten Klosters wurden auf Museen der Sowjetunion verteilt, ins Ausland verkauft oder sogar zerstört.

Lange Jahre war an dieser Stelle nichts weiter als eine leere Fläche. Erst als die Unabhängigkeit der Ukraine verkündet wurde, entstand in den 90er-Jahren der Entschluss, das Kloster an gleicher Stelle wieder aufzubauen.

Die offizielle Eröffnung fand erst im Jahr 1999 statt. Heute ist das St. Michaelskloster, Sitz der orthodoxen Kirche in der Ukraine und beherbergt ein Geschichtsmuseum.

Am Eingang zum Komplex befindet sich eine Gedenkstätte für die Millionen Opfer der Hungersnot von 1932 bis 1933, welche vor allem die Einwohner der Ukraine traf.

Triokhsviatytelska St 8

01601 Kiew

M2 - Poshtova Ploscha

Glockenturm des St. Michaelklosters Kiew
St. Michaelskloster Kiew
Arsenalna-Metrostation
Arsenalna

Den Rekord für die tiefste Metrostation der Welt hält die Station Arsenalna mit stolzen 105,5 Meter unter der Erde.

Seit dem Jahr 1960 halten hier Züge der roten Metro-Linie 1.

Für viele Besucher ist alleine die Fahrt zum Bahnsteig ein Highlight. Vom unscheinbaren Gebäude auf dem Vorplatz führen zwei Rolltreppen hinab. Die Länge einer einzelnen Rolltreppe wäre zu lang gewesen, um die Gäste auf diese tiefe zu bringen.

Insgesamt dauert die Fahrt mit beiden Rolltreppen über 5 Minuten. Auf den steilen Rolltreppen sollte jedoch Vorsicht geboten sein, in der Ukraine laufen diese mit einer viel höheren Geschwindigkeit als in Deutschland.

Um hinab zum Bahnsteig zu gelangen, muss eine Fahrt mit der Metro bezahlt werden. Für eine Fahrt werden in Kiew pauschal 8UAH fällig, dies sind umgerechnet etwa 30 Cent.

M1 - Arsenalna

Metro Station Arsenalna in Kiew
Rolltreppe in der Metro Station Arsenalna
Museen in Kiew
Museen
  • Chernobyl-Museum:

Vor dem Museum erwarten die Besucher einige Fahrzeuge der Feuerwehr und des Militärs aus den Zeiten des Unglücks.

Im Museum, welches sich in einer ehemaligen Feuerwehrstation befindet, wird alles über die Geschichte, einzelne Schicksale und die Zukunft der Sperrzone erzählt.

An der Decke auf dem Weg zur Ausstellungsfläche hängen die Schilder der Orte, welche nun unbewohnbar sind.

In den Ausstellungsräumen liegen private Hinterlassenschaften von Beteiligten der Katastrophe oder den Opfern, die ihre Heimat verloren.

Jedes Bild, welches mit einem radioaktiven Symbol versehen ist, zeigt eine Person, die an den Folgen der Strahlung verstorben ist. Eine Ausstellung, die definitiv nichts für schwache Nerven ist.